Saisonthema Winter

Herausgefordert und beschenkt:

Sich einer Herausforderung stellen bedeutet:

  • Mut haben
    Traue ich es mir zu: Die Überschreitung einer Bergkette? Die Einschätzung der Lawinengefahr? Heirat? Mutter oder Vater sein?
  • Unannehmlichkeiten in Kauf nehmen
    Eine unbewartete kalte Hütte mit kratzenden SAC-Decken? Zu seiner Meinung stehen? Schwierige Leute akzeptieren?
  • aus der Komfortzone gehen
    Kälte? Wind? Regen? Schwierige Themen ansprechen? Sich entschuldigen? Ein Vorbild sein? Schwächen eingestehen?
  • bereit sein für Neues, Anderes
    Eine neue Route erkunden? Unbekannte Gipfel erklimmen? Auswandern? Neue Mitarbeiter? Neuer Job?

Will ich mich diesen Herausforderungen stellen?

In der Bibel steht:

«Einer mag überwältigt werden, aber zwei können widerstehen und eine dreifache Schnur reisst nicht leicht entzwei» – ein gutes Rezept und viel Grund, gemeinsam unterwegs zu sein!

Wir dürfen uns an der herrlichen Schöpfung Gottes erfreuen und Beziehung miteinander pflegen. Ist eine Herausforderung überstanden, entpuppt sie sich plötzlich als Gewinn.

Saisonthema Sommer

Mit Menschen unterwegs für Menschen

Ist nicht jeder Mensch einzigartig und wunderbar? Auf jeden Fall. Ist es die Gemeinschaft unter Menschen auch? Ja und nein. Gemeinschaft zu haben ist nicht immer nur schön. Und doch sind wir in unserer Entstehung und Entwicklung zwingend von anderen abhängig. Das gilt auch für unser Glaubensleben: Wir brauchen einander. Denn nur wo Menschen gemeinsam unterwegs sind und miteinander im Leben stehen, entsteht Reibung. Reibung, die das Potenzial hat, Feuer zu entfachen. Positives oder negatives, durch das wir lernen und weiterkommen. So ist die Gemeinschaft mit Menschen immer Herausforderung und Geschenk zugleich.

Wir irren uns schwer, wenn wir glauben, dass wir in christlicher Gemeinschaft keine Probleme hätten. Neid, Eifersucht und Besserwisserei ist in Beziehungen zwischen gläubigen Menschen genauso zu finden. Und doch brauchen wir einander. Die Frage ist daher nicht ob, sondern wie wir mit anderen Gläubigen unterwegs sind. Gehen wir Andersdenkenden und Unperfekten aus dem Weg oder müssen wir sie erst zu unserer Meinung bekehren, damit wir gemeinsam unterwegs sein können? Wo würde das enden? Wohl nicht im gemeinsamen Miteinander.

Wer mit Menschen unterwegs ist, weiss, dass keiner perfekt sein kann. Und doch scheinen uns die Differenzen oft zu gross, als das wir uns auf ein Miteinander einlassen würden. Dass es aber auch trotz Differenzen funktionieren und weltverändernde Auswirkungen haben kann, zeigt die Jüngerschar, welche Jesus um sich sammelte. Betrachten wir nur die Zwölf engsten unter ihnen: Da war ein Zelot mit dem Namen Simon. Ein eifriger Kämpfer der radikalsten politischen Richtung innerhalb des Judentums. Auf der anderen Seite der Zöllner Matthäus. Verachtet und gehasst von allen, weil er den Römern dabei half, die Juden auszubeuten. Welch ein Gegensatz. Niemals würde man sie im selben Team erwarten. Doch dieser Jesus schafft es, dass die beiden eigentlichen Erzfeinde für eine gemeinsame Sache einstehen, ja sogar dafür sterben. In der Gemeinschaft mit Jesus lassen sie den Hass und die Verachtung gegenüber dem anderen hinter sich und bauen gemeinsam Gottes Reich. Was für ein Zeugnis.

Offenbar förderte die Gemeinschaft mit Jesus das Miteinander unterschiedlicher Menschen. In ihm einten sich die beiden Jünger und Unterschiede wurden nebensächlich. Ihr Miteinander wurde zum Glück für Millionen von Menschen. Genauso kann auch dein Miteinander mit Menschen für andere weltverändernd sein. Wage die Herausforderung und freu dich auf das Feuerwerk, das daraus entstehen wird.